Sinken Energiepreise im nächsten Jahr?
Die Preise für Strom und Gas bereiten Verbrauchern seit geraumer Zeit Sorge: Immer neue Preiserhöhungen belasten das Budget und angesichts der Rekordgewinne, die von den Energieriesen vermeldet werden, mehrt sich das Unverständnis in der Bevölkerung. Den schwarzen Peter indes schieben die Beteiligten stets anderen zu: Die Politik verweist auf die rücksichtslose Gewinnmaximierung durch die Konzerne, diese wiederum sehen die hohen Steuern auf Energie als wesentlichen Grund für die hohen Preise an und verweisen darüber hinaus auf die Entwicklungen an den Märkten für fossile Energieträger, die durch eine lang andauernde Hausse gekennzeichnet ist.
Von eben dieser Seite aber könnte im nächsten Jahr Entlastung für die geschundenen Endverbraucher kommen: in den zurückliegenden Wochen gaben die Preise für Rohöl deutlich nach. Sollte sich diese Entwicklung fortsetzen, könnte nach Ansicht von Experten zumindest der Gaspreis im nächsten Jahr wieder sinken. Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die Energiekonzerne die günstigeren Einkaufspreise an ihre Kunden weiterreichen und dass keine weiteren Steuern eingeführt werden.
Der Strompreis wird nach Einschätzung von Brancheninsidern auch im Falle weiter sinkender Ölpreise nicht zurückgehen, sondern auf seinem gegenwärtig hohen Niveau verharren oder sogar noch weiter steigen. Eine aus Sicht der Verbraucher bessere Situation lässt sich hier den Experten zufolge nur durch eine größere Wechselbereitschaft der Endkunden erreichen. Diese müssten häufiger den Stromanbieter wechseln und dadurch Druck auf die Konzerne ausüben. Insbesondere der Wechsel in einen günstigeren Tarif kann helfen, Kosten zu sparen: Viele Versorger stufen ihre Kunden nicht automatisch in den für sie günstigsten Vertrag ein, sondern kassieren Zusatzentgelte.
Eine Abschwächung des Preisdrucks wäre aus Sicht der Verbraucher wünschenswert, da die Realeinkommen unter anderem aufgrund der hohen Energiekosten seit Jahren rückläufig sind. Eine Stagnation würde sich mit Abstand von einigen Jahren bei einer ansonsten günstigen Lohnentwicklung ebenfalls positiv auswirken.
Weitere News: