Tagesgeld: Credit Europe und Kaupthing Edge weit vorn
Der Markt für täglich fällige Einlagen in Deutschland ist auch weiterhing gekennzeichnet von einem intensiven Wettbewerb der Geldhäuser untereinander. Der Finanzkrise zum Trotz bietet gleich ein ganzes Dutzend Kreditinstitute Zinssätze von fünf Prozent und mehr an. Spitzenreiter ist dabei gegenwärtig die Credit Europe Bank, die Guthaben neuer Kunden mit 5,75 Prozent verzinst. Die isländische Kaupthing Edge folgt dicht mit nur zehn Basispunkten weniger. Damit können Sparer durch die Nutzung eines kostenlosen Tagesgeldkontos weitaus mehr verdienen, als es im Geschäft mit sicheren Staatsanleihen bester Bonität der Fall ist.
Der Wettbewerb zwischen den Banken funktioniert dabei seit Jahren nach einem kalkulierbaren Schema: Die Institute bieten neuen Kunden außerordentlich hohe Zinsen auf neue Einlagen an, die allerdings nur bis zu einem bestimmten Kontovolumen und für einen begrenzten Zeitraum gezahlt werden. Im Anschluss an die Neukundenaktionen sinkt der Aktionszins dann meist deutlich ab. Die Banken hoffen dabei auf die Trägheit ihrer Kunden: Ziehen diese ihr Geld im Anschluss an die Hochzinsphase nicht unmittelbar wieder ab, können die Kosten der Aktion mehr als refinanziert werden. Darüber hinaus dienen Tagesgeldkonten den Kreditinstituten als Mittel zur Kundenakquise: Kredite, Girokonten und Anlageprodukte werden häufig auf diesem Wege vertrieben.
Die höchste Verzinsung für größere Einlagen bietet derzeit die 1822direct, eine 100prozentige Tochter der Frankfurter Sparkasse. Die Hessen zahlen bis zu einem Kontovolumen von 500.000 Euro 5,05 Prozent Zinsen und sprechen damit eine breite Klientel an. Wer sich um sein Kapital nicht kümmern möchte, ist mit einer langfristigen Lösung bedient. Die Norisbank, Tochter des Branchenprimus Deutsche Bank, bietet mit einem Zinssatz von 4,5 Prozent eine Alternative: Das Institut gewährleistet, dass der Zinssatz auf dem Tagesgeldkonto stets zu den drei besten Angeboten in Deutschland zählt.
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