Advanzia und Credit Europe weiter vorn beim Tagesgeld
Die luxemburgische Advanzia Bank und das niederländische Geldhaus Credit Europe bieten einer Studie der FMH Finanzberatung zufolge derzeit die höchsten Zinsen auf Tagesgeldkonten an. Die Advanzia, die ansonsten durch kostenlose Mastercard-Gold-Kreditkarten bekannt ist, zahlt einen effektiven Jahreszins in Höhe von 6,00 Prozent. Die Mindesteinlage beläuft sich dabei auf 5.000 Euro und Kontoeröffnung- und Führung sind gebührenfrei. Bei der Credit Europe erhalten Sparer 5,75 Prozent nominal ab dem ersten Euro und müssen ebenfalls keine Gebühren in Kauf nehmen.
Bei der Advanzia Bank gilt es zu beachten, dass keine Online-Kontoführung zur Verfügung steht. Auszahlungen auf das Referenzkonto werden durch ein im Internet zur Verfügung gestelltes Formular beantragt. Beide Banken bieten einen attraktiven Zinssatz, der deutlich höher ausfällt als bei vielen Konkurrenten. Nach Angaben der FMH fällt die Spanne bei der Verzinsung täglich fälliger Einlagen groß aus: Mehr als 2,5 Prozent beträgt die Differenz zwischen dem besten und dem schlechtesten Anbieter in der Vergleichsstudie.
Unter bestimmten Vorrausetzungen können Kunden sogar noch höhere Zinsen erhalten als es bei Credit Europe und Advanzia der Fall ist: Wer ein Wertpapierdepot im Gegenwert von mindestens 30.000 Euro zur Münchner DAB-Bank überträgt, kann sich – für einige Monate – über Zinsen von7,0 Prozent freuen. Ähnliche Angebote sind bei Cortal Consors erhältlich. Die befristeten Hochzins-Angebote werden von den Banken gezielt zur Akquise von Kunden mit Interesse am Wertpapiergeschäft eingesetzt. Wer ausschließlich Tages- und Festgeldanlagen tätigt, kommt meist nicht in den Genuss der Sonderkonditionen.
Die sinkende Inflationsrate indes mach Zinsanlagen wieder zu einem lohnenden Geschäft: Die reale Wertentwicklung von Bankeinlagen wird im nächsten Jahr voraussichtlich fast doppelt so hoch ausfallen wie in diesem.
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