EZB senkt Leitzins um 75 Basispunkte
Die Europäische Zentralbank hat den Leitzins für die Eurozone am heutigen Donnerstag um 75 Basispunkte von 3,25 auf nun 2,5 Prozent gesenkt. Beobachter waren im Mittel von einer Rücknahme um lediglich 0,5 Prozentpunkte ausgegangen. Die Notenbank trägt damit der massiven Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und der durch die fallenden Rohstoffpreise deutlich abgeschwächte Inflation Rechnung. Ziel des Schrittes ist eine Unterstützung der gesamtwirtschaftlichen Nachfrage. Investitionen sollen für Unternehmen und Verbraucher billiger werden, so dass die konjunkturelle Entwicklung gestärkt wird. Zuletzt war der Zinssatz im Sommer 2006 auf einem so niedrigen Niveau.
Für Sparer könnte der Zinsschritt deutliche Verschlechterungen bei den Konditionen aus Tages- und Festgeldkonten mit sich bringen. Erfahrungsgemäß schlägt sich eine Leitzinssenkung binnen weniger Wochen auf die Angebote der Banken durch. Bereits in den vergangenen Wochen hatten einige Geldhäuser die Zinsen deutlich zurückgenommen. Die Deutsche Bank reduzierte den Zinssatz für Festgelder mit 12-monatiger Laufzeit um 0,75 auf nur noch 4,5 Prozent, die Dresdner Bank ging sogar noch einen Schritt weiter und reduzierte ihr einjähriges Festgeld im Zinssatz um 1,25 Prozent auf 4,00 Prozent.
Da die meisten Experten nicht davon ausgehen, dass die Zinsen in den kommenden Monaten wieder deutlich steigen werden, ist ein rascher Abschluss von Festgeldanlagen zu empfehlen. Günstige Konditionen finden Verbraucher hier bei der BMW-Bank, die 5,3 Prozent Zinsen zahlt. Auch Tagesgeldangebote mit Zinsgarantie können in der gegenwärtigen Situation geeignet sein. Cortal Consors beispielsweise zahlt 7 Prozent Zinsen, wenn ein Wertpapierdepot in ausreichender Größe übertragen wird.
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