Kredite: Große Preisunterschiede
Die Zinsen für Verbraucherkredite fallen derzeit je nach Anbieter sehr unterschiedlich aus. Eine Vergleichsstudie ergab, dass die Konditionen sich um mehrere Prozentpunkte unterscheiden können. Das günstigste Angebot unterbreitet derzeit die SEB-Bank: Darlehen bis zu 2000 Euro sind gänzlich zinsfrei. Die Kredite können von Neu- wie auch von Bestandskunden in Anspruch genommen werden und sind mit einer Laufzeit von wahlweise 12 oder 24 Monaten ausgestattet. Auch Kreditbeträge über 2.000 Euro sind möglich – dann aber fallen für über den Gratisbetrag hinausgehenden Darlehensanteil Sollzinsen an, deren Höhe sich nach der Bonität des Antragstellers richtet.
Bei der Norisbank stehen Festpreiskredite derzeit hoch im Kurs. Dabei wird jedem Kreditnehmer der gleiche Zinssatz gewährt. Günstig sind die Angebote allerdings nur bei kleineren Beträgen: Zwischen 1.000 und 5.000 Euro Darlehen müssen Verbraucher lediglich 4,9 Prozent Zinsen zahlen. Kredite zwischen 5000 und 15.000 Euro sind mit einem deutlich höheren Sollzins von 7,9 Prozent versehen und Darlehen von 15.000 bis 50.000 Euro kosten mit 9,9 Prozent p.a. beinahe so viel wie ein Dispositionskredit.
Auffällig ist, dass sich die Zinsen im Verbraucherkredit-Geschäft trotz der deutlichen Zinssenkungen der Europäischen Zentralbank in den zurückliegenden Monaten nur geringfügig verringert haben. Einige Banken haben auf bestehende Dispositionskredite sogar zusätzliche Zinsen erhoben, wie die Berliner Zeitung jüngst berichtete. Dazu zählte neben der Berliner Volksbank und der Berliner Sparkasse auch die Commerzbank, die als erstes privates Kreditinstitut unter den staatlichen Rettungsschirm geschlüpft war.
Wer nach einem Kredit sucht, sollte sich die Konditionen im Detail ansehen. Wirklich günstige Angebote existieren zwar, sind jedoch schwer zu finden. Der SEB-Kredit ist in jedem Fall empfehlenswert. Besser aber man informiert sich noch etwas genauer und nutzt einen Kreditvergleich um so die besten Konditionen zu finden.
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