Bankenkrise macht Kredite teuer
Die Bankenkrise macht Kredite teurer. Die Konditionen sowohl für Raten- als auch für Dispositionskredite haben sich für Verbraucher in Deutschland deutlich verschlechtert, obwohl die Europäische Zentralbank den Leitzins für die Eurozone seit dem vergangenen Sommer um 2,25 Prozentpunkte reduziert hat. Schuld an der Misere ist die schlechte finanzielle Situation vieler Banken, die die Institute dazu veranlasst, ihre Margen auszuweiten. Darüber hinaus ist die Refinanzierung von Krediten im derzeitigen Umfeld nach wie vor sehr schwierig, so dass besonders bei Dispositionskrediten die Zinsen vieler Banken deutlich angestiegen sind.
Den teuersten „Dispo“ bietet derzeit die Commerzbank an: Mit 14,73 Prozent langt ausgerechnet das Institut, das den staatlichen Rettungsschirm als erstes in Anspruch genommen hat und mittlerweile zu 25 Prozent des Bund gehört, am deftigsten zu. Auch viele Sparkassen, wie die Berliner Sparkasse, verlangen Sollzinsen deutlich über 12 Prozent. Bei Ratenkrediten gestaltet sich die Situation ähnlich: Zwar finden sich noch immer viele augenscheinlich günstige Angebote, die mit niedrigen Zinsen werben. Die optisch günstigen Konditionen bekommt allerdings fast niemand – nach der obligatorischen Bonitätseinstufung durch die Bank verteuern sich die Kredite deutlich.
Wer nach günstigen Konditionen sucht, findet sie allerdings nach wie vor. Den günstigsten Dispositionskredit bietet derzeit die DAB-Bank: Lediglich 6,95 Prozent fallen für die Nutzung der Kreditlinie des DAB-Girokontos an. Das Konto ist kostenfrei, wenn monatlich mindestens 1000 Euro eingehen und kostet ansonsten vier Euro im Monat.
Günstige Ratenkredite finden sich bei der Norisbank: Bis zu 5000 Euro Kredit mit einer Laufzeit von maximal 36 Monaten werden als Festpreisdarlehen zu lediglich 4,9 Prozent Zinsen ausgegeben.
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