Tagesgeld: Zinsen sinken weiter
Die Zinsen für täglich fällige Bankeinlagen sinken weiter. Nachdem in den vergangenen Wochen bereits zahlreiche Banken die Konditionen verschlechtert hatten, ziehen nun immer mehr Geldhäuser nach und senken die Zinsen auf Tagesgeldkonten. Betroffen von der Entwicklung sind sowohl Neu- als auch Bestandskunden. Experten gehen davon aus, dass die Zinssätze in den nächsten Monaten noch einmal zurückgehen werden.
Grund für die pessimistische Haltung ist die jüngste Äußerung des Präsidenten der Europäischen Zentralbank, Jean-Claude-Trichet, der eine weitere Senkung des Leitzinses, der mit gegenwärtig 2,00 Prozent bereits sehr niedrig ist, in Aussicht gestellt hat. Die Zinssenkung wird vermutlich im März erfolgen und mit einer Verzögerung von zwei Wochen auf die Konditionen der Banken durchschlagen.
Gute Konditionen sind derzeit sehr selten zu finden und meist an Bedingungen geknüpft. Die beiden Online-Broker DAB-Bank und Cortal Consors bieten 6,00 Prozent Zinsen für jeweils sechs Monate. Consors verlangt dafür den Übertrag eines Depots im Gegenwert von 12.000 Euro, bei der DAB müssen 100.000 Euro Gegenwert transferiert werden (alternativ müssen innerhalb eines kurzen Zeitraums 500 Trades an der Börse durchgeführt werden). Die niederländische Credit Europe Bank zahlt Neukunden 5,00 Prozent ab dem ersten Euro ohne weitere Bedingungen – die Einlagensicherung erfolgt hier allerdings über die Niederlande. Ansonsten zahlen kaum Banken mehr als 4,00 Prozent. Viele bleiben sogar darunter: Die Norisbank, die damit wirbt, stets einen der drei besten Zinssätze Deutschlands zu zahlen, gewährt derzeit lediglich 3,75 Prozent. Bei der einstigen Hochzins-Bank 1822direct erhalten Kunden ebenfalls nur wenig Erträge.
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