Weitere Zinssenkungen beim Tagesgeld
Die Zinsen für täglich fällige Einlagen sinken immer weiter. Nun hat die Norisbank, die zum größten deutschen Kreditinstitut, der Deutschen Bank, gehört, den Zinssatz auf ihrem Top-3-Zinskonto von 3,15 auf nur noch 3,0 Prozent gesenkt. Ebenfalls 3,0 Prozent erhalten ab sofort auch Kunden der BMW-Bank auf ihrem Tagesgeldkonto. Damit sind die Konditionen abermals deutlich schlechter geworden. Grund für die Schritte der Banken ist nach wie vor das rückläufige Zinsniveau am Kapitalmarkt.
Gerade im Tagesgeld-Bereich orientieren sich Banken am sehr kurzfristigen Interbankenmarkt, auf dem derzeit weniger als 2,0 Prozent Zinsen üblich sind. Die Europäische Zentralbank wird aller Voraussicht nach in dieser Woche ein weiteres Mal den Leitzins in der Eurozone senken und damit die Entwicklung noch verschärfen.
Der Tagesgeldindex der FMH-Finanzberatung sieht derzeit einen durchschnittlichen Zinssatz für täglich fällige Einlagen von 2,58 Prozent, wenn das Kontoguthaben 5.000 Euro beträgt. Bei 50.000 Euro werden 2,75 Prozent im Jahr gezahlt. Die beiden angesprochenen Banken zahlen also mehr als im Branchendurchschnitt üblich. Den höchsten Zinssatz zahlt derzeit die niederländische Credit Europe Bank, die sich schon seit längerem dem allgemeinen Trend widersetzt und nach wie vor 5,00 Prozent Zinsen auf dem Tagesgeldkonto zahlt. Die Einlagensicherung erfolgt hier allerding über die Niederlande.
Da sich die Situation aller Voraussicht nach in absehbarer Zeit nicht bessern wird, müssen Sparer sich auf ein mageres Jahr einstellen. Einzige Alternative: Der Abschluss eines der wenigen Festgeldkonten, die noch mehr als vier Prozent Zinsen im Jahr bringen. Länger als 12 Monate sollten die Konten jedoch nicht laufen – schon bald nämlich könnte Inflation drohen.
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