Festgeld jetzt sinnvoll?
Die Zinsen im Einlagengeschäft befinden sich seit Monaten im Sinkflug. Angesichts der Abwärtsdynamik empfehlen nun immer mehr Experten, sich für die kommenden 12 Monate durch eine Festgeldanlage zumindest eine Verzinsung zu sichern, die nach Abzug von Inflation und Steuern das Kapital erhält. Da die Inflationsrate in diesem Jahr niedrig ausfallen dürfte und die meisten Sparer durch den Sparerpauschbetrag einen erheblichen Teil ihrer Zinserträge steuerfrei vereinnahmen können, reichen Verzinsungen von rund 3,0 Prozent im Jahr zu diesem Zweck vollkommen aus.
Bei der Commerzbank erhalten Kunden 3,0 Prozent Zinsen für Festgeldanlagen mit einer Laufzeit von 12 Monaten. Das Konto ist wie gewohnt kostenlos und die Mindestanlagesumme beläuft sich auf 5.000 Euro. Besonderer Vorteil: Im Anschluss an den Anlagezeitraum werden die Guthaben des Kontos direkt auf ein Tagesgeldkonto umgebucht, so dass der dann gültige Tagesgeldzins ohne Zeitverlust in Anspruch genommen werden kann.
Bessere Konditionen sind bei der SWK-Bank erhältlich. Hier werden Termineinlagen mit 3,75 Prozent verzinst – ausreichend hoch also, um nach Steuern und Inflation eine Rendite zu erzielen. Der Abschluss von Festgeld erscheint derzeit zwar unter dem Strich nicht besonders attraktiv, macht aber dennoch Sinn. Die Zinsen könnten schon in wenigen Wochen erneut deutlich sinken. Es ist daher besser, jetzt den „Spatz in der Hand“ zu nehmen, als auf bessere Konditionen in der nahen Zukunft zu hoffen. Die Norisbank zeigt die Richtung an: Das Tochterunternehmen von Branchenprimus Deutsche Bank senkte jüngst die Festgeldzinsen auf lediglich noch 1,75 Prozent.
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