Girokonto: Guthabenverzinsung immer häufiger
Immer mehr Banken bieten Kunden eine Verzinsung der Guthaben auf dem Girokonto an, die über die standardmäßigen 0,1 Prozent, die zynisch ausgedrückt auch als Alibi-Zins bezeichnet werden könnten, hinausgehen. Die Citibank beispielsweise zahlt auf dem Citibest-Girokonto satte 3,25 Prozent im Jahr und damit deutlich mehr, als auf vielen Tagesgeldkonten zu holen ist. Auch auf dem DAB-Platin-Konto und dem Girokonto der Skatbank sowie dem Willkommenskonto der HypoVereinsbank werden nennenswerte Zinsen gezahlt. Andere Nachteile müssen Kunden deshalb erfreulicherweise nicht in Kauf nehmen – das Citibest-Konto wurde jüngst vom Nachrichtensender n-tv und der FMH-Finanzberatung sogar als das beste Filialbank-Konto ausgezeichnet.
Der Vorteil einer Guthabenverzinsung liegt in dem Umstand, dass eine geringe Geldsumme auf dem Girokonto unterhalten werden kann, die jederzeit verfügbar ist und als eiserne Reserve dient. IM Bedarfsfall muss dann nicht erste eine Abbuchung vom Tagesgeldkonto erfolgen, die je nach Bank einige Tage in Anspruch nehmen kann. Aus diesem Grund werden bei DAB und HVB Guthaben auch nur bis zu einer überschaubaren Höhe verzinst. Andere Banken, wie etwa die hier im Blog regelmäßig erwähnte DKB, unterteilen ihr Angebot in zwei Konten und gewähren eine hohe Guthabenverzinsung lediglich auf dem Kreditkartenkonto: Auf dem Girokonto zahlt selbst Dauer-Testsieger DKB nur 0,5 Prozent Zinsen. Angesichts des intensiven Wettbewerbs auf dem deutschen Privatkundenmarkt ist zu erwarten, dass sich der Trend zu einer Guthabenverzinsung auf dem Girokonto fortsetzt. Möglichweise wird schon in einigen Jahren das klassische Tagesgeldkonto überhaupt nicht mehr benötigt.
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