Girokonto ohne Schufa: Möglichkeiten sind begrenzt
Millionen Bundesbürger bewältigen ihr wirtschaftliches Alltagsleben mit der gewaltigen Bürde einer negativen Zahlungshistorie: Ein Eintrag bei Schufa und Co. führt nicht selten dazu, dass Banken sich beharrlich weigern, ein Girokonto zu eröffnen oder eine Kreditkarten auszustellen. Dabei spielt es keine Rolle, oder der Betroffene einen Dispositionskredit beantragt oder nicht: Wer einen Negativeintrag verzeichnet, ist als Kunde schlicht nicht willkommen. Girokonten, die auch mit einem negativen Schufaeintrag erhältlich sind, gibt es nach wie vor kaum auf dem deutschen Markt.
Einzig die Wirecard-Bank bietet ein vollwertiges Konto inklusive EC- und Kreditkarte an, dass vollständig auf Guthabenbasis geführt werden kann. Anders als bei anderen Angeboten, wie etwa der Suprema-Mastercard der Schwäbischen Bank, sind bei dem „Prepaid-Trio“ der Wirecard-Bank auch Lastschriften möglich. Die Kosten allerdings sind hoch und heben sich deutlich von den Girokonto-Angeboten für Kunden mit einwandfreier Bonität ab. Während letztere nicht selten Willkommensgeschenke erhalten, wenn sie ein neues Konto eröffnen, verlangt die Wirecard-Bank 40 Euro Gebühr für die Einrichtung des Kontos. Pro Monat sind dann weitere 10 Euro Grundgebühr fällig. Darüber hinaus müssen Kunden verschiedene nutzungsabhängige Entgelte in Kauf nehmen. Der Bezug von Bargeld am Automaten etwa kostet jedesmal 5 Euro. Im Laufe eines Jahres summieren sich die Kontoführungsgebühren auf einige hundert Euro – deutlich mehr also als bei einem normalen Konto. Wer keine Wahl hat, hat die Qual.
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