Zinsen fallen weiter – Vergleich lohnt sich
Der Markt für Tages- und Festgelder in Deutschland ist derzeit von zwei Trends geprägt: Zum einen sinken die Zinsen auf breiter Front, zum anderen wachsen die Unterschiede zwischen den einzelnen Banken. Der durchschnittliche Zinssatz für Termingelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten beläuft sich nach Aussage der FMH-Finanzberatung derzeit auf 2,23 Prozent. Durch die deutlich gesunkene Inflation (im Euroraum betrug die Teuerungsrate zuletzt lediglich 0,6 Prozent) können Sparer zwar auch nach Steuern und Geldentwertung noch ein kleines Plus erzielen – schnell wächst das Vermögen allerdings nicht, wenn zum Durchschnittszins angelegt wird.
Deutlich bessere Erträge lassen sich erzielen, wenn systematisch nach einer Bank mit hohen Zinsen gesucht wird. So zahlt die NIBC-Direkt ganze 5,05 Prozent auf einjährige Festgelder und damit mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt. Ähnlich sieht es im Tagesgeld-Bereich aus: Während der FMH-Index bei 2,2 Prozent liegt, zahlen Geldhäuser wie die Bank of Scotland oder Credit Europe annähernd 4,0 Prozent. Einziges Manko der Hochzins-Banken: Als Zweigniederlassungen ihrer ausländischen Muttergesellschaften sind sie nicht an den deutschen Einlagensicherungsfonds angeschlossen. Sollte eines der Institute tatsächlich insolvent werden, müssten Sparer ihre Ansprüche im Ausland geltend machen. In den Niederlanden wurde die Einlagensicherung auch für ausländische Anleger im Herbst erweitert: Sie umfasst nun Guthaben bis zu 100.000 Euro je Kunde zu 100 Prozent. Die Garantie gilt bis Ende 2010.
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