Wüstenrot senkt die Zinsen
Die Wüstenrot-Direkt-Bank senkt zum 6. April die Zinsen auf ihrem Tagesgeldkonto. Kunden erhalten dann nur noch 2,55 Prozent auf ihr Guthaben. Bislang lag der Zinssatz bei 2,7 Prozent. Das Geldhaus vollzieht damit einen Schritt, den in den vergangenen Tagen auch andere Institute gegangen sind und der beispielhaft ist für die Entwicklung im Einlagengeschäft. Das Konto bietet nun Konditionen, die in etwa dem Marktdurchschnitt entsprechen. Auch sonst hebt sich das Tagesgeldkonto der Wüstenrot nicht nennenswert von den Angeboten anderer Banken ab. Eine Mindesteinlage existiert nicht, sämtliche Guthaben sind jederzeit und in voller Höhe verfügbar. Gebühren werden weder bei Eröffnung noch Unterhaltung des Kontos erhoben, die Zinsgutschrift erfolgt jährlich und die Einlagensicherung ist durch die deutschen Institutionen gesichert.
Grundsätzlich erscheint das Angebot also trotz der Zinssenkung für alle Privatkunden geeignet, auch wenn sich anderswo bessere Erträge erzielen lassen.
Da die Europäische Zentralbank am morgigen Donnerstag aller Voraussicht nach den Leitzins in der Eurozone abermals um 50 Basispunkte auf dann nur noch 1,00 Prozent senken wird, ist nicht damit zu rechnen, dass Sparer in absehbarer Zeit wieder höhere Zinsen bekommen. Vielmehr droht schon in den kommenden Wochen eine erneute Zinssenkungswelle. Da nicht klar ist, wann die Zinsen wieder ansteigen, erscheinen derzeit Festgelder mit einer Laufzeit von sechs Monaten interessanter als Tagesgeld. Je nach Anbieter lassen sich hier durchaus 3,5 Prozent erzielen – ohne, dass kurz nach Kontoeröffnung eine Zinssenkung droht.
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