Langfristige Anlagen: Vorsicht Inflation
Sparer sehen sich seit geraumer Zeit einem sehr niedrigen Zinsniveau gegenüber: Für Tagesgeld und Festgeld mit überschaubaren Laufzeiten zahlen Banken derzeit nur sehr wenige Zinsen. Nicht wenige Anleger erwägen deshalb, ihre Mittel für einen sehr langen Zeitraum anzulegen. Dies nämlich zahlt sich mitunter aus: Die niederländische Credit Europe Bank beispielsweise gewährt bei Termingeldern mit einer Laufzeit von 60 Monaten einen jährlichen Zinssatz in Höhe von 5,25 Prozent. Das Konto ist dabei kostenfrei und die Gutschrift der Zinsen erfolgt einmal im Jahr.
Was auf den ersten Blick attraktiv erscheint, entpuppt sich bei kritischer Betrachtung als außerordentlich riskant: Wer fünf Jahre nicht an sein Geld kommt, ist Inflationsgefahren schutzlos ausgesetzt. Inflation nämlich könnte schon bald zu einem sehr dringenden Thema werden: Die geld- und fiskalpolitischen Maßnahmen, die derzeit rund um die Welt zur Bekämpfung der Wirtschaftskrise angewandt werden, haben eine unvorstellbare Ausweitung der Geldmenge zur Konsequenz. Dies dürfte schon bald dazu führen, dass der Geldwert abnimmt. Davon jedenfalls sind immer mehr Experten überzeugt.
Sehr langfristige Festgeldanlagen sind deshalb derzeit nicht zu empfehlen. Auch wenn die Verzinsung zunächst niedriger ist, stellen täglich fällige Einlagen sowie Termingelder mit einer Laufzeit von nicht mehr als 24 Monaten die bessere Alternative dar. In unsicheren Zeiten muss Flexibilität als besonders hoher Wert eingestuft werden – der Preis in Gestalt geringerer Verzinsung sollte deshalb in Kuaf genommen werden.
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