Frei-SMS für den Netzausfall bei T-Mobile
Über mehrere Stunden gab es an diesem Dienstag den bisher größten Netzausfall des Mobilfunknetzes bei der Telekom-Tochter. Als Entschädigung erhalten die Kunden kostenlose Standard-SMS am kommenden Sonntag. Eine Schadenersatzzahlung wird jedoch von T-Mobile abgelehnt.
Von etwa 16 bis 21 Uhr war am vergangenen Dienstag, dem 21. April das Mobilfunknetz von T-Mobile ausgefallen. Es konnten lediglich etwa 25 Prozent des SMS- und Sprach-Verkehrs normal getätigt werden. Eine genaue Zahl der betroffenen Mobilfunk-Nutzer kann jedoch nicht genannt werden. Es stehe nur fest, dass nicht alle der ca. 40 Millionen Kunden betroffen gewesen waren. Der Grund des Ausfalls soll ein Softwarefehler im Home Location Register (HLR) gewesen sein. Dieser Server ist dafür zuständig, die Telefonnummern den einzelnen SIM-Karten zuzuordnen. Die genauen Ursachen konnten bislang noch nicht bekannt gegeben werden. Jedoch fordert die Bundesnetzagentur eine Aufklärung dieses Vorfalls. Nicole Maisch, die verbraucherpolitisch Sprecherin der Bundestagsfraktion der Grünen fordert weiterhin, dass den Kunden schnell und unbürokratisch eine Entschädigung zu stehe. „Alle rund 40 Millionen Kunden können erwarten, dass sie mit der nächsten Monatsrechnung eine angemessene Gutschrift erhalten“, sagte Nicole Maisch.
Nun möchte sich die Drillisch AG bei seinen Kunden entschuldigen und bietet einen Tag lang Frei-SMS an. Am kommenden Sonntag, den 26. April 2009 können alle Kunden als Entschädigung Standard-SMS kostenlos versenden. „Als Geste können unsere Kunden am kommenden Sonntag, den 26. April, umsonst Standard-SMS im Inland in alle deutschen Netze verschicken“, gab Georg Pölzl, der Sprecher von T-Mobile am Mittwoch bekannt.
Die Entschädigung bezieht sich nicht nur auf die T-Mobile-Kunden. Auch die Kunden der Drillisch-Discountermarken simply, simply free und maXXim sowie die Kunden von Telco, Alphatel und VICTORVOX, die einen Handyvertrag im Mobilfunknetz von T-Mobile abgeschlossen haben, können am Sonntag die Frei-SMS nutzen. Eine Zahlung von Schadenersatz lehnte der Konzern jedoch ab. „Unsere Allgemeinen Geschäftsbedingungen schließen solche Forderungen aus“, sagte der Telekom-Sprecher Dirk Wende gegenüber der Nachrichtenagentur AP.
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April 24th, 2009 at 09:32
Das hier jemand auf die Idee kommen könnte Schadensersatzansprüche zu stellen, finde ich doch recht übertrieben, schließlich handelte es sich bei der ganzen Sache nicht um etwas, was man mit Absicht getan hat. Das hätte jedem anderen doch auch passieren können.