Zinsen: Ist die Talsohle erreicht?
Seit einigen Monaten kennt die Entwicklung der Zinsen FÜR Tages- und Festgelder nur eine Richtung: Abwärts! Die Banken verschlechtern die Konditionen am laufenden Band und bieten in vielen Fällen Konditionen, die noch vor einem Jahr undenkbar gewesen wären. Die Norisbank beispielsweise verzinst Termingelder mit einer Laufzeit von 12 Monaten mit gerade einmal 1,75 Prozent – damit lassen sich nach Steuern und Inflation bestenfalls neutrale Erträge erzielen. Es gibt nun allerdings Anzeichen dafür, dass das Tief bei den Zinsen im Einlagengeschäft erreicht sein könnte und dass die Konditionen nicht noch schlechter werden. Zum einen hat die EZB angekündigt, dass der nächste Zinsschritt nur 25 Basispunkte und damit weniger als die letzten Schritte umfassen wird. Die neuerliche Zinssenkung wird am Geldmarkt erwartet und dürfte sich in den Konditionen der Banken niedergeschlagen haben. Ein weiteres Indiz für das nahende Ende des Abwärtstrends sind die positiven Nachrichten vieler Banken, die ihre Bilanzen offenbar in vielen Fällen deutlich stabilisieren konnten. Dies könnte dazu führen, dass die EZB in drei bis sechs Monaten allmählich beginnt, das Zinsniveau wieder anzuheben, damit das viele Geld, das in den Markt gepumpt wurde, rechtzeitig wieder abgezogen wird und es nicht zu einer Inflation kommt. Auch wenn noch nichts konkretes zu vermelden ist: Es besteht langsam wieder Grund zur Hoffnung.
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