„Ohne Schufa“: Das Angebot ist begrenzt
Verbraucher mit einer negativen Bonität haben es in Deutschland nicht leicht: Banken weigern sich häufig, ein Girokonto einzurichten, wenn ein Negativeintrag bei der Schufa zu Buche steht. Konten, die ohne Bonitätsprüfung eröffnet werden, sind rar. Zwar werben viele Anbieter mit dem Begriff „Ohne Schufa“ – oft jedoch verbirgt sich hinter den Angeboten lediglich eine Prepaid-Kreditkarte und kein vollwertiges Girokonto. Die Schwäbische Bank bietet eine Mastercard Prepaid inklusive Girokontofunktion an. Die Karte ist mit einer deutschen Kontonummer ausgestattet, über die Überweisungen empfangen und ausgeführt werden können. Für den Lastschriftverkehr aber ist das Konto der „Supremacard“ gesperrt. Darüber hinaus kann das Konto nur mit maximal 5000 Euro aufgeladen werden. Die Gebühren fallen für diesen abgespeckten Leistungsumfang recht hoch aus: Mit einer Jahresgebühr von 79 Euro fällt die Karte in den höheren Bereich. Darüber hinaus fallen je Barverfügung weitere 5 Euro an und Überweisungen kosten jeweils 60 Cent.
Ein vollwertiges Girokonto inklusive EC- und Kreditkarte bietet lediglich die Wirecard-Bank. Das „Prepaid-Trio“ ist funktioniert vollständig auf Guthabenbasis. Die Kontoführung erfolgt online und kostet zehn Euro im Monat. Darüber hinaus erhebt die Wirecard-Bank bei Eröffnung des Kontos eine Sign-Up-Gebühr in Höhe von rund 40 Euro. Für den Bezug von Bargeld sowie für Buchungen fallen weitere Gebühren an. Das Angebot der Wirecard-Bank ist jedoch die einzige Komplettlösung für Verbraucher mit einer negativen Zahlungshistorie.
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