Niedrige Inflation gut für Sparer

14. August 2009 - 10:52 Uhr

Das Zinsniveau im Einlagengeschäft ist wegen der Finanzkrise so niedrig wie lange nicht mehr, und dennoch fallen die realen Erträge derzeit häufig höher als noch vor einem Jahr. Grund ist der deutliche Rückgang der Teuerungsrate, die derzeit unter Null Prozent liegt. Wer heute 3,0 Prozent Zinsen auf seinem Tages- oder Festgeldkonto erhält, kann sich über einen Kaufkraftzuwachs von 3 bis 3,5 Prozent freuen. Vor einem Jahr, als das Zinsniveau und die Inflation deutlich höher waren, mussten Sparer sich hier mit 1,0 bis 2,5 Prozent zufrieden geben.

In steuerlicher Hinsicht bietet ein niedriger Zins in Kombination mit einer stagnierenden bzw. rückläufigen Teuerungsrate ebenfalls Vorteile gegenüber einer Konstellation wie der im letzten Jahr. Der Staat besteuert die nominalen Zinserträge und nicht den realen Kaufkraftzuwachs, so dass dieser derzeit nach Steuern höher ausfällt als vor Jahresfrist. Zinserträge unterliegen seit diesem Jahr der Abgeltungsteuer in Höhe von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und ggf. Kirchensteuer. Jeder Sparer verfügt aber über einen Freibetrag von 801 Euro.

Experten raten derzeit dazu, sein Geld liquide zu halten und vornehmlich gut verzinste Tagesgeldkonten zu nutzen. Langfristige Festgelder hingegen werden nicht empfohlen. Das Zinsniveau wird aller Voraussicht nach wie auch die Inflation in den kommenden Monaten und Jahren deutlich ansteigen, wenn die Wirtschaftskrise vorüber ist und die EZB die Geldpolitik wieder strafft. Dann sollte niemand in niedrig verzinsten und lang laufenden Festgeldern investiert sein.



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    Ein Kommentar

    1. Wolti Sagt:

      Ich persönliche glaube ja nicht, dass die negative Inflationsrate anhalten wird. In der aktuellen wirtschaftlichen Situation darf man eher noch mit einer starken Inflation rechnen wenn sie wohl auch noch ein bißchen auf sich warten lassen wird. Dagegen hilft eigentlich nur eine Investition in Rohstoffe wie Gold, Silber oder Platin zumal die immer krisenfest waren.

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